“Galway Girl-Winterreise” von Tanja Bern

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Blogtour “Galway Girl – Komm mit nach Irland”

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Herzlich willkommen beim vierten Tag der Blogtour “Komm mit nach Irland” zur Reihe “Galwaygirl von Tanja Bern”. Ich habe mich besonders mit dem ersten Band auseinandergesetzt.





Galway Girl Winterreise erschienen am 11.Jänner 2019 bei Edel Elements

Ihr habt schon einiges über die Geschichte und ihre Protagonisten bei meinen Kolleginnen entdecken können.

Ich habe die große Ehre euch ein ganz besonderes Protagonisten-Interview zu zeigen.
Ich habe Tanja einige Fragen für die Protas zusenden dürfen und sie hat daraus eine tolle Interview-Story geschrieben. Ich wünsche euch mit der Story ganz viel Spaß.

Liebe Grüße

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Die Interview-Story

Ich fahre auf den asphaltierten Parkplatz, steige aus dem Auto und atme tief die reine Luft ein. Obwohl die Aussicht an einen See erinnert, entsteht das Gewässer vor mir aus einem Meeresarm, denn die Kenmare Bay dringt auch bis nach Lauragh vor.

Bevor ich in das kleine Café gehe, überquere ich die Straße. Ich muss einfach noch einen Blick auf die Landschaft werfen.

Bäume umrahmen die Bucht, das Ufer ist von Sträuchern bewachsen, hat teils einen felsigen Untergrund. Algenschlick ist bis hierher angeschwemmt worden, dadurch wirkt alles ein bisschen sumpfig. Die Sonne blitzt zwischen den Wolken hervor, lässt für einen Augenblick die Wasseroberfläche aufglitzern.

Mit einem zufriedenen Seufzen wende ich mich ab. Ich freue mich auf die hausgemachte Suppe, aber vor allem freue ich mich, endlich Sínead und Ethan persönlich kennenlernen zu dürfen, denn wir haben hier im Pedals & Boots Café ein kleines Interview geplant. Und sie warten schon im Innern, denn ich entdecke Ethans alten Land Rover auf dem Platz.

Drinnen werde ich von der Theke aus sofort freundlich begrüßt. Die schlanke Frau mit dem blonden, kurzen Haar lächelt mich an, und ich steuere den Kassenbereich an, um etwas zu bestellen. Ich erwidere ihre Freundlichkeit und bestelle mir eine Spargelsuppe mit Kartoffeln, dazu gibt es hausgemachtes Soda Bread.

Ich schaue mich um, auf den ersten Blick sehe ich Sínead und Ethan nicht, dann höre ich ihr Lachen und erspähe sie in dem hinteren Bereich des Cafés.

Wir umarmen uns, und mein Herz klopft rascher. Sie mit eigenen Augen zu sehen ist einfach etwas Besonderes, wo ich doch ihre Geschichte aufgeschrieben habe.

Wir plaudern ein wenig und essen wenig später unsere leckeren Suppen.

Ethan lehnt sich zurück, lächelt mich schelmisch an. „So, nun heraus mit den Fragen. Was willst du wissen?“

„Ich habe mir gedacht, dass wir auf keinen Fall spoilern, deshalb beschränke ich mich auf Fragen zu eurer Vergangenheit, okay?“

Beide nicken einträchtig.

„Sínead, deine Familie ist ein wenig unorthodox. Wie hast du deine Kindheit erlebt und welche Highlights gab es in dieser Zeit für dich?“

Sínead lacht mit heller Stimme auf. „Unorthodox ist gut, das passt! Meine Kindheit war sehr behütet und liebevoll. Mum und Dad waren immer für uns da, auch wenn sie arbeiten mussten. Vor allem Dad alberte viel mit uns herum. Wir unternahmen an den Wochenenden auch immer kleine Ausflüge ans Meer. Das habe ich sehr geliebt, deshalb denke ich, dass diese Nachmittage auf jeden Fall zu den Highlights gehörten.“

„Später kam ich ja oft mit“, warf Ethan ein.

„Ja, erinnerst du dich noch an dieses Loch, das wir im Sand buddelten? Fergus purzelte rein und kam nicht mehr ohne Hilfe raus, so tief war es.“

„Wir hatten eine Tigerfalle gebaut“, erklärt Ethan mir, und wir schmunzeln amüsiert.

„Wie habt ihr euch eigentlich kennengelernt?“

Ethan schaut Sínead nachdenklich an. „Das war auf dem alten Spielplatz, oder?“

„Ja, das war der Tag, wo wir die Eiche gepflanzt haben!“

„Stimmt!“

„Ja, ihr hattet da schon mal kurz von erzählt, als ich die eine Szene am Spielplatz geschrieben habe“, sage ich und beuge mich neugierig vor.

„Es war ein verregneter Tag“, beginnt Sínead, „und zumindest ich quengelte zu Hause herum. Ich müsste sechs gewesen sein. Also ging Dad mit mir auf den Spielplatz. Wir trafen dort Ethans Mum. Ich erinnere mich noch, dass beide mit ihren bunten Regenschirmen auf der halb vermoderten Holzbank saßen. Zuerst beäugte ich Ethan skeptisch.“

„War ich nicht auch ziemlich frech am Anfang?“

Sínead lacht laut auf. „Und wie! Ich habe mich furchtbar aufgeregt, stand kurz vor einem Tränenausbruch.“

„Bis ich die Eichel entdeckt habe.“

„Genau. Sie lag in dem alten Sandkasten und keimte schon. Du sagtest, hier könne sie nicht wachsen. Also brachten wir sie vor die Sträucher und pflanzten sie ein.“

„Der Baum steht heute noch dort!“, sagt Ethan nicht ohne Stolz.

„Das hat uns irgendwie verbunden. Seitdem waren wir unzertrennlich.“ Sínead seufzt leise.

„Was macht eure Freundschaft so besonders?“, führe ich mein Interview weiter.

„Vertrauen“, sagt Ethan sofort.

Sínead stimmt mit einem Nicken zu. „Und ich fühle mich einfach besser und irgendwie vollständiger, wenn Ethan bei mir ist.“

„Wir waren auch immer für den anderen da, ohne Ausnahme.“

Sie beugt sich zu Ethan und küsst ihn liebevoll auf die Wange. Ihre Blicke sprechen mehr als tausend Worte es könnten.

„Ethan, du hast die Tour geplant. Was war für dich bei der Planung das Schwierigste?

Und welcher Ort oder welche Begebenheit war für dich das persönliche Highlight auf der Tour?“

„Das Schwierigste war, es vor Sínead geheim zu halten. Ich plante das ja schon länger, war allerdings unsicher, weil sie ja noch in einer Beziehung steckte. Ich sah aber, wie unglücklich sie war, und ich wollte unbedingt etwas dagegen tun. Doch sie ist furchtbar neugierig …“

„Bin ich gar nicht.“ Sie knufft ihn spielerisch in die Seite.

Ethan weicht ihr lachend aus. „Bist du doch. Außerdem durchschaust du mich immer und merkst, wenn ich etwas verheimliche. Das gestaltete sich wirklich manchmal schwierig. Und welcher Ort oder welche Begebenheit mein Highlight war? Nun, da brauche ich nicht lange zu überlegen. Es war auf Dursey Island. Aber mehr verrate ich nicht, das sollten deine Leser selber entdecken.“

„Da kann ich nur zustimmen. Das steht ja alles in Winterreise.“

„So, und jetzt haben wir noch ein kleines Attentat auf dich vor“, verkündet Ethan.

„Oh je“, rutscht mir heraus, doch ich lächle.

„Ich habe uns hier im Café Fahrräder ausgeliehen, und wir werden jetzt eine schöne Tour um Lauragh herum machen.“

„Und wer schiebt mich hier bei den Aufstiegen an?“

Sínead klopft mir auf die Schulter. „Wir binden einfach ein Abschleppseil an Ethans Rad, er zieht dich schon rauf.“

Lachend verlassen wir das Café, nachdem wir unser Essen bezahlt haben.

Und jetzt muss ich mich leider verabschieden, liebe Leser, denn auf mich wartet eine Fahrradtour am Ring of Beara. Ich hoffe, euch hat unser kleines Interview gefallen.

Blogtourfahrplan:
12.09.2019 Reihenvorstellung und Interview bei Bambinis Bücherzauber
13.09.2019 Wicklow Way bei Tausend Leben
14.09.2019 Prota-Interviewstory – HIER
15.09.2019 Irische Mythen bei Blog-a-holic

Bildnachweis:
©
Fotos: Tanja Bern
Banner: Tanja Bern

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