“Tavith – Wenn Himmel und Hölle sich Lieben” von Philina Hain

thora Aktionen , , ,

Aktionsbeitrag

Servus und schönen Nachmittag,

Ich versuche euch heute das Thema Konsequenzen von Schwüren etwas näher zu bringen.
Bevor ich die Konsequenzen aufgreife möchte ich die Frage „Was sind eigentlich Schwüre“ kurz anreißen.
Laut Wikipedia ist der Schwur das Versprechen einer künftigen Handlung oder eines künftigen Verhaltens sein, etwa eine Aufgabe zu lösen, eine Tat zu vollbringen (z. B. Racheschwur) oder Abmachungen einzuhalten (Treueschwur). Aber auch die Wahrhaftigkeit einer Äußerung, etwa einer Aussage vor Gericht, kann beschworen werden. In der Literatur ist ein abgelegter Schwur oft das auslösende Motiv, das Helden auf einen schweren oder langen Weg schickt.

In „Tavith – Wenn Himmel und Hölle sich lieben“ hat sich Amaleya durch ihre Unerfahrenheit mittels Schwur an den Dämonenfürsten Sergen Ashad gebunden. Dieser Schwur verlangt von ihr das sie eine Marionette von Ashad ist und jede Aufgabe die er ihr stellt ausführen muss. Sie lebt an Ashads Hof in der Hölle und er versucht ihre engelhafte bzw. menschliche Seite in seinem Sinne zu beeinflussen. D.h. Schwüre haben immer direkte Auswirkungen auf die persönliche Freiheit und Wohlbefinden des Schwurleistenden. Er wird zu Handlungen gezwungen die er wenn er nicht verpflichtet wäre meist nicht ausführen würde. Die direkte Konsequenz eines sich nicht an den Schwur halten in dieser Geschichte ist der qualvolle Tod des Schwurleistenden. Ganz besonders ist mir folgende Textpassage aufgefallen:

Zitat:
„Denn eine Gefangenschaft wäre der einzige Grund gewesen, wegen dem Celestino den Vertrag hätte brechen können, ohne dabei die schmerzhaften Konsequenzen tragen zu müssen. Diese bestanden wie bei einem Schwur darin, dass man unsagbare Schmerzen litt, die sich vom Kopf ausbreiteten und durch den ganzen Körper zogen. Nach Tagen der Qualen würde der Körper von innen heraus versteinern. Über Wochen. Schließlich würde man den darauffolgenden Tod mit offenen Armen begrüßen“ (aus Thavith – Wenn Himmel und Hölle sich lieben Seite 308)

Jedoch hat die Autorin ein geniales Schlupfloch in ihre Geschichte eingebaut damit Amaleya ihren Weg geht und sich zu der Persönlichkeit entwickeln kann die sie in der Story dem Leser zeigt. Ganz besonders ist mir folgende Textpassage aufgefallen.

Ich habe mir auch meine Gedanken gemacht ob es auch in der realen Welt Schwüre gibt. und welche Konsequenzen diese Schwüre bei Nichteinhaltung haben. Dabei ist mir als Beispiel das Eheversprechen eingefallen. In diesem Versprechen (Schwur) schwören sich die beiden Partner ihren Zusammenhalt in Guten sowie in schlechten Tagen. Leider wird dieses Versprechen sehr oft gebrochen. Das zeigen die relativ hohen Scheidungszahlen in Mitteleuropa. Die gesamte Lebenssituation wird auf den Kopf gestellt und es ist für viele ein sehr beschwerlicher Weg wieder in eine geregelte Lebensplanung zurückzufinden. Ich persönlich habe immer mehr das Gefühl die beiden Partner gehen sehr oft den Weg des geringsten Widerstandes und vergessen ihren „Schwur“ den sie bei der Vermählung geleistet haben.

Auch denke ich fällt die Vereidigung der Bundesheersoldaten meiner Meinung in diesen Themenbereich. Die Soldaten schwören bei einer feierlichen Zeremonie für ihr Land zu kämpfen. Das Fernbleiben eines angeordneten Einsatzes wird als Fahnenflucht bezeichnet und hat weitreichende Konsequenzen für den Soldaten.

Ich habe dazu einen kleinen Textauszug auf Wikipedia zur Verfahrensweise in Österreich gefunden.
„Das österreichische Militärstrafgesetz (MilStG) belegt Desertion – der Begriff „Fahnenflucht“ wird hier nicht verwendet – in § 9 MilStG (Desertion) mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. Milder sind die Strafen für Täter, die außerhalb eines militärischen Einsatzes (Landesverteidigung, Verfassungsschutz, Katastrophenhilfe, Auslandseinsatz) erstmals desertieren und sich binnen sechs Wochen aus freien Stücken stellen. Für sie gilt § 8 MilStG (Unerlaubte Abwesenheit) mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten (oder Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen) bei Abwesenheitsdauer unter acht Tagen beziehungsweise Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr bei Abwesenheitsdauer über acht Tagen.

Wie wir sehen haben Schwüre nicht nur in der Buchwelt einen sehr hohen Stellenwert. Sondern sie beeinflussen auch direkt das Leben der Menschen in der realen Welt.

Ich hoffe euch hat der Beitrag gefallen und ihr habt weiterhin viel Spaß in der Releaseparty.

Liebe Grüße

Bildnachweis:
Cover: Sternensand Verlag
Schwurbild: Wikipedia.de

Das könnte dir auch gefallen …

“Andrew im Wunderland: Ludens City” von Fanny Bechert

Aktionsbeitrag (Werbung/Reziex) Servus und herzlich willkommen, Es sind schon ganz tolle Beiträge über das Buch „Andrew im Wunderland: Ludens City……“ […]

“Heimliche Nähe” von Tanja Bern

Blogtour (Werbung) Herzlich willkommen zum 4. Tag der Blogtour zum Buch „Heimliche Nähe“ von Tanja Bern. Heute stelle ich euch […]

“Mistletoe – Ein Boss zu Weihnachten” von B.E. Pfeiffer

Protavorstellung und Interview Wer sind eigentlich Leandra und Allister? Herzlich willkommen bei der Releaseparty zu „Mistletoe – Ein Boss zu […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.