“Sanni & Deceptive City” von Stefanie Scheurich

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Herzliche Willkommen beim 4. Tag der Blogtour zu “Sanni und Deceptive City” geschrieben von Stefanie Scheurich.

Heute geht es bei mir hauptsächlich um Deceptive City da ich “Sanni” selbst noch nicht gelesen haben. Sie wartet jedoch schon auf meinem SUB und ich freue mich schon sie kennen zu lernen.

Das Buch:

Quelle: Sternensand Verlag

Details:
Autor: Stefanie Scheurich
Titel: Deceptive City – Aussortiert
Erscheinung: 22.06.2018
Verlag: Sternensandverlag

Klappentext:
Sicher. Sauber. Perfekt.
Das ist die Stadt, in welcher die sechzehnjährige Thya ein sorgenfreies Leben hinter schützenden Mauern führt. Eltern können sich ihre Wunschkinder kreieren lassen, niemand wird je krank und alles läuft in geregelten Bahnen. Thya ahnt nicht, dass es außerhalb ihrer heilen Welt Menschen gibt, die täglich ums Überleben kämpfen müssen. So wie Mitchell, der nur einen einzigen Ausweg sieht, um seine kranke Mutter zu retten: Er muss in die Stadt schleichen und Antibiotika besorgen, sonst stirbt sie. Dass er dabei nicht nur sein Schicksal, sondern auch das von Thya verändert, scheint in einer Welt, in der alles perfekt geplant ist, ein Ding der Unmöglichkeit. 
Aber Menschen sind nicht perfekt. Sie machen Fehler.
Und sie neigen dazu, andere den Preis dafür zahlen zu lassen

Hier könnt ihr meine Meinung nachlesen.

Mich hat die Thematik Perfekt oder nicht ganz so perfekt in diesem Buch sehr angesprochen und ich möchte euch meine Eindrücke näher bringen.

Wie ergeht es Menschen wie Thya in der Gesellschaft?

*Spoilerwarnung*

In der Story lebt Thya in einer durch und durch perfekten Welt. Sie wurde als perfektes Kind ihrer Eltern erzeugt und lebt ihr Leben in einer perfekten Welt. Sie hat immer und überall der perfekte Mensch zu sein. Ihr Ernährung und der Lernstoff ist auf sie abgestimmt und auf den ersten Blick hat sie eine perfekte Kindheit. Von ihr wird verlangt sich ganz dem Perfekten-Kult hinzugeben. Sie wird von ihren Eltern für das Ansehen in der Gesellschaft missbraucht. Diese Kinder wachsen in einem “goldenen Käfig” auf und bekommen von den Geschehnissen außerhalb ihrer perfekten Welt Blase nichts mit.

Leider wird ihr Leben wie sie es kennt ziemlich aus den Angeln gehoben weil sie nicht ganz der Norm entspricht. Was in dieser perfekten Welt ein No Go ist. Sie kann dadurch ihre von der Gesellschaft zugedachten Rolle nicht mehr gerecht werden und wird darum ausgegrenzt und in eine spezielle Anstalt eingewiesen. Dort werden ihre Persönlichkeitsrechte sehr eingeschränkt und sie wird nur noch als Mensch zweiter Klasse behandelt.

Sehr erschrocken bin ich über die Reaktion der Eltern. Die so ohne weiteres Thya verstoßen haben.

Zitat: “Die hat nicht mal mit der Wimper gezuckt, als sie die Papier für die Aussortierung unterschrieben hat.” Deceptive City S185

Ich fand es sehr verstörend, wie die Perfekten ihre nicht ganz der Norm entsprechenden Mitmenschen zu einer Sache ohne Persönlichkeitsrechte degradieren. Welche ohne mit der Wimper zu zucken einfach aussortiert und durch eine perfekte Kopie ersetzt werden kann.

Zitat: “Sobald die Garantie in Kraft tritt, bekommen sie die exakte Kopie.” Deceptive City S 186

Für mich ist diese Vorgehensweise nicht nachvollziehbar. Thya wurde über Jahre von den Eltern großgezogen und ich kann nicht verstehen wieso sie so kaltherzig sind und Thya ihrem Schicksal überlassen. Wie sie all die Jahre einfach so in den Müll werfen nur weil ein minimaler Makel vorhanden ist.

Diese Thematik hat mich doch ziemlich beschäftigt. Und ich habe mich gefragt.

Wie geht unsere Gesellschaft mit den Menschen um die nicht der NORM entsprechen?

Es ist ein sehr schwieriges Thema und die Meinungen klaffen weit auseinander.
Schon von Geburt weg sollte sich der Mensch genau nach Plan entwickeln. Wenn das Kind sich nicht in das Schema XY passt wird es besonders gefördert. Ich mag diese Schubladisierung nicht, denn jeder Mensch entwickelt sich anders und hat seine ganz eigenen Stärken und Schwächen. Ich bin immer wieder sehr frustriert wer alles unsere Kinder in die verschiedenen Schubladen steckt. Es beginnt schon bei der Geburt und zieht sich durch das ganze Leben.
Sehr stark ausgeprägt ist diese Schubladisierung während der Schulzeit. Dort werden die Kinder aufgrund ihrer Leistungen in Schubladen gesteckt. Während meiner Schulzeit hat es 3 Leistungsgruppen gegeben in die die Schüler eingeteilt worden sind. Heute wird versucht diese Kategorisierung aufzuweichen und den Schülern gerechter zu werden. Leider wird dieses Ziel noch nicht erreicht. Da wir alle noch zu sehr im Schubladendenken verankert sind. Es gibt sehr viele Bemühungen die Kluft zwischen 0815-Kinder und den anderen Kindern zu verringern. Leider funktionieren die Ansätze in unserer von Leistung geprägten Gesellschaft nur bedingt. Ich würde mich sehr freuen, wenn unsere Kinder Kind sein dürfen und nicht nur aufgrund von Leistung gesehen werden.


Gewinnspiel:

Gewinne 9 x je 1 unsigniertes Taschenbuch  »Sanni« von Stefanie Scheurich

So geht’s:
Um in den Lostopf zu hüpfen beantwortet einfach die nachstehende Frage in den Kommentaren.
Das Gewinnspiel läuft vom 17.01.2019 bis einschließlich 26.01.2019!

Tagesfrage:
Wie würdet ihr reagieren wenn euer Kind in einer “Perfekten” Welt aus der NORM fällt.

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungeneinverstanden.

Stationen der Tour:
17.01. – Eine Bücherwelt – Vorstellung von »Deceptive City«
18.01. –Eine Bücherwelt – Vorstellung von »Sanni«
19.01. – Liza’s Bücherwelt – Lesung aus »Sanni«
20.01. – Hier – Umgang mit den „Aussortierten“
21.01. – Seductive Books – Warum man Sanni und Deceptive City lesen sollte
22.01. – L.C.’s Bookshelf – Die Frage nach dem Wert oder der Rolle eines einzelnen Menschen
23.01. – Magische Tintenwunderwelt – Genforschung – Kinder nach Wunsch
24.01. – All You Need Is A Lovely Book – Zweiklassen Gesellschaft
25.01. – Lila Bücherwelten – Das etwas andere Interview






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13 Kommentare

  1. Ich würde mich freuen denn dann hätte ich ein besonderes Kind..würde ich aber so denken wie die Leute dann wäre ich wohl sehr enttäuscht….

  2. Toller Beitrag. Da ich selbst Mutter bin würde das für mich natürlich nichts ändern. Ich würde mein Kind lieben und fördern soweit es mir möglich ist. Und ihm soviel innere Stärke mitgeben und beibringen um allen Hindernissen die im Laufe seines Lebens ihm im Weg stehen zu trotzen.
    Glg Anika von Moonie’s Welt

  3. Hallo und guten Tag,

    lieben, ehren, achten, beistehen in jedem Fall….denn es ist mein Kind.!!.
    Ich habe es in die Welt gesetzt …wollte es also so…. und ich möchte nicht das mein Kind, dann unter äußeren Umständen/Gesellschaft …perfekte Welt …leiden muss oder soll….

    Schönen Tag noch…LG..Karin…

  4. Mein Kind würde ich so oder so lieben und würde da auch nichts verheimlichen aber auch nicht in die Welt rausschreien. Ganz normal weiterleben und das beste draus machen. Wo eine Tür zu geht öffnet sich auch wieder eine neue

  5. Dies ist ja bei mir schon viele Jahre der Fall und ich bin mehr als Stolz und so voller Liebe für meine Tochter das ich ohne sie einfach nicht kann und sie das einzige ist was mich aufrecht hält!

    LG Jenny

  6. Hmmmm ich glaube ich würde versuchen es geheim zu halten, aber mein Kind durch ganz viel Liebe und Gespräche stärken!!

  7. Puh, das ist mal ne schwierige Frage. Spontan würde ich sagen, ich lebe einfach mein Leben. Den selbst wenn mein Kind aus der Norm fallen würde, ich würde es trotzdem lieben.

    Zudem wäre es mir auch ziemlich egal was andere davon halten, denn ich gehe meinen Weg, völlig egal was andere sagen.

  8. Eine sehr schwierige Frage, wie ich finde.

    Natürlich würde ih in aller erster Linie mein Kind trotzdem aus vollem Herzen lieben und ich denke erstmal versuchen es zu vertuschen.
    Dann würde ich meinem Kind natürlich dabei unterstützen auch „unperfekt“ ein schönes Leben zu haben und vielleicht die Gesellschft aufrütteln, dass es nicht nur Perfektion geben kann.

    Liebe Grüße
    Natascha

  9. Guten Morgen.

    Ich glaube, ich würde versuchen es in der Öffentlichkeit zu vertuschen. Aber es wäre nicht leicht.

  10. Hallo! Ich würde es genauso lieben, wenn nicht sogar noch mehr….. ihm den rücken stärken und bei allem unterstützen! ….also eigentlich würde ich dann ja doch nichts anders machen als in unserer “unperfekten” welt….. egal wie, ich liebe mein kind so wie es ist <3 Lieben gruss

  11. Es gibt Dinge die kann man nicht ändern – sondern nur das beste daraus machen!
    Aber es wird nicht leicht werden da spreche ich aus Erfahrung. Mein Körper ist zu knapp 2/3 von einem Feuermal bedeckt und viele Leute finden das entsetzlich – blöde Blicke bin ich gewöhnt. Es wird nicht hinterfragt – dabei keine Hautkrankheit sondern offene Blutgefäße (gutartig).
    Es gab Situationen die nicht lustig waren für mich.
    Aber trotzdem packe ich mich nicht ein bis zum Hals und habe viel Spaß am leben.
    Andersen kann auch schön sein!

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